Ein Rundgang durch das Jahr

Jahreskreisfeste

 Es gibt viele viele Seiten im Netz, die die heidnischen Jahreskreisfeste erklären, sei es nun die germanischen,

die keltischen, diejenigen die die Wiggas feiern oder was es sonst noch gibt.

Untereinander darf man ja auf gar keinen Fall mischen und die einen mögen die anderen nicht und trotzdem ähneln sie sich alle so sehr.

 

Und doch  schaut jeder, was der andere macht und überlegt, wie man es so umformulieren kann, das es paßt. Nun ja, außer die vielleicht die haargenau jahrein jahraus das Selbe zelebrieren.

Wir geben zu, das wir  uns zur Ideenfindung gerne umschauen und wir danken all jenen, die vorangeschritten sind und ihre Ideen im Internet veröffentlicht haben.

 

Wir werden hier nicht jedes Fest im einzelnen erläutern, denn es gibt schon genügend Seiten im Netz und viele gute Bücher. Wir wollen euch auf diesen Seiten erzählen wie wir die Feste feiern, damit sie euch ein wenig Inspiration geben können.

 

Hoffen wir zumindest.


          Was ist uns wichtig?

 

Das Ritual

 

Wir leben unseren Glauben jeden Tag und so ergibt sich ein Jahreskreisfest einfach aus den natürlichen Begebenheiten. Da gibt es eben nur Opfergaben die uns die Natur zur Zeit geben kann, Blumenkränze nur mit den derzeit wachsenden Gewächsen oder eben keine.

 

Der Rahmen unserer Rituale ist immer der Gleiche, die Ausgestaltung richtet sich nach der Jahreszeit und dem Anlass. So beginnen und beenden wir das Ritual immer mit dem gleichen Kanon. Gerade für die Kinder ist es einfacher, so einen Einstieg zu finden, sie wissen: "Jetzt ist Ruhe, wir beginnen" bzw. "Nun ist Schluß, gleich verlassen wir den Kreis."

 

Gemeinsam gestalten wir zu Beginn des Rituals unseren Kreis. Zum besseren Erkennen und als äußeres Zeichen ziehen wir unseren Kreis mit Haferflocken, Nüssen, Sonnenblumenkernen oder ähnlichen. Wir bauen einen Altar auf, verteilen die Kerzen und gießen Getränke in die dafür vorgesehenen Becher und Karaffen. Wenn alles fertig ist, weiht eine von uns den Kreis. Jeder betritt einzeln den Kreis und wird gereinigt. Und dann kann es losgehen.

 

Doch unser Jahreskreisfest ist damit nicht beendet, denn danach gibt es immer ein gemütliches Beisammensein, mit Essen und Trinken am schön gedeckten Tisch, mit Spaß und Spiel und manchmal mit einem kleinen Singekreis am Lagerfeuer.

Unser Essen orientiert sich ebenfalls an der Jahreszeit. Da gibt es eben keine Erdbeeren im Winter. Jedoch Eier -Gerichte zu Ostara und Wild zu Jul. Im Sommer gibt es viel frisches Obst und im Herbst steht Kürbis auf dem Speiseplan.

 

Unsere Kinder

 

Ein sehr wichtiger Aspekt sind unsere Kinder. Sie machen fast jedes Ritual mit. Deshalb können und wollen wir keine trockenen Anrufungen herbeten, sondern wir beleben unsere Rituale mit Liedern, Gedichten, Bewegung, Instrumenten (wenn möglich) und "Dinge" die man gemeinsam tun kann.

"Dinge"? Ja einfach Handlungen, die entweder in jedem Ritual vorkommen, z.B. das Trinken aus dem Horn oder das Entzünden der Kerzen. Oder Jahreszeiten bestimmte Handlungen, z.B. das Opfern einer bestimmte Sache.

 

Wir beziehen sie in die meisten Handlungen mit ein, sobald sie es können. Sie ziehen den Kreis, bauen den Altar mit auf, übernehmen rituelle Handlungen, lernen Gedichte, Lieder und Segnungen und räumen auch wieder mit auf.

Unsere größeren Kinder nehmen (noch) genauso daran teil, wie die ganz Kleinen. Sie lernen von Anfang an, wie ein Ritual abläuft, kennen die Regeln, kennen die Lieder und kennen die Bedeutung dessen, was wir tun. Kurz gesagt, sie wachsen damit auf.

 

Der Ort

 

Unsere Rituale finden immer an einem anderen Ort statt.

Zu Ostara gehen wir an eine Quelle, zum Ahnenfest an eine alte Eiche, Sommersonnenwende feiern wir in einem Freilichtmuseum und Jul in einem alten Steinbruch. Erntedank feiern wir an einem Fluß oder auf einem abgeernteten Feld, Leinernte ebenfalls im Museum und Fastnacht findet je nach Wetterlage in dem einen oder anderen Wald statt.

 

Den Weg zum gewählten Platz nutzen wir zur Einstimmung. Entweder wecken wir mit Haselruten die schlafende Natur oder wir Schmücken im Winter die Bäume mit Nahrung für die Tiere.

Auch den Rückweg versuchen wir mit zu nutzen. So suchen wir zu Ostara Süßigkeiten und machen zum Ahnenfest einen kleinen Lampionumzug.